Das kleine närrische Lexikon
Karnevalsprinz

Der Karnevalsprinz (auch Fastnachts-, und Faschingsprinz), meist nur „Prinz“ genannt, ist in vielen Regionen das Oberhaupt der Narren in Karneval, Fastnacht und Fasching. Die Analogie zum Adelstitel Prinz ist beabsichtigt und äußert sich auch in Handlungen und dem Erscheinungsbild.

Amtszeit

Seine Amtszeit erstreckt sich über die gesamte Session, beginnt also am 11. November um 11:11 Uhr und endet am Aschermittwoch.

Regierungsformen

Der Prinz regiert alleine, als Prinzenpaar zusammen mit einer Prinzessin oder in einem Dreigestirn. Er ist aber immer die wichtigste Person und regiert die fünfte Jahreszeit. Mancherorts wird das Amt von einer Prinzessin übernommen.

Beispiele für Regierungsformen mit Prinzen in Karneval, Fastnacht und Fasching:

  • Prinz (als Alleinherscher)
  • Dreigestirn (vor allem im Kölner Karneval)
  • Prinz und seine Dame Confluentia im Koblenzer Karneval
  • Prinz und Bonna im Bonner Karneval
  • Prinzenpaar (in der Mainzer Fastnacht nur zu besonderen Anlässen)

Stellenwert

„Seine Tollität“ gilt zusammen mit seinen gegebenenfalls vorhandenen Mitregenten als Symbol der närrischen Herrschaft der jeweiligen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburg. In manchen Städten oder Gemeinden und genießt er sogar besondere Privilegien. Das Prinzenamt ist mit vielen repräsentativen Pflichten und besonders in den karnevalistischen Hochburgen auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.

Wo dieser Brauch stattfindet, wird er sehr ernsthaft durchgeführt und es ist für jeden Amtsträger (Prinz, Prinzenpaar, Dreigestirn) eine besondere Ehre dieses Amt zu übernehmen.


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