„Rohrhöfer Göggel“:
Seniorensitzung mit annähernd drei temperamentvollen Stunden in der Sporthalle der Schillerschule

Wein für die Ältesten und Spaß für alle
BRÜHL. Nach ihrer Großen Prunksitzung am Vorabend (wir berichteten) gönnten die „Rohrhöfer Göggel“ sich und ihren „reiferen“ närrischen Gästen wie jedes Jahr noch eine nachmittägliche eintrittsfreie Seniorensitzung. Die Sporthalle an der Schillerschule hatte sich schnell gefüllt, sodass es Nachzügler schwer gehabt haben dürften, noch einen Platz zu ergattern. Für die Altersheime waren allerdings einige Tische reserviert worden. Ein Teil der Gäste hatte sich mit Schminke, lustigen Hüten und anderen Accessoires geschmückt und alle sahen nun fröhlich dem Treiben auf der in Schwarz, Rot und Gold unter gelben Scheinwerfern farbenfroh leuchtenden Bühne entgegen. Die musikalische Umrahmung wurde von Ralf Kurz als „Ein-Mann-Kapelle“ sicher gestellt.

Den Auftakt mit Trommelklang machte das Fanfarencorps der „Kollerkrotten“, das wie später auch sein Vereinsvorstand als Gäste an der Feier mitwirkte. Der Präsident der „Göggel“, Gerhard Luksch, nutzte die Begrüßung, um die vor der Bühne aufgestellten Garden und die Prinzessin, die schöne Vanessa I. vom Spaß an der Freud, vorzustellen. Mindestens genau so viel Freude wie „ihre Lieblichkeit“ dürfte den Gästen jedoch die süße dreijährige Anna gemacht haben. Sie vertrat zunächst die Stelle der KinderprinzesKinderprinzessin Lea I. unser Goggelkrott, weil diese als Kindertanzmariechen noch bei den Garden stand.

BILDER (3): SCHWINDTNER
Im weiteren Ablauf wechselten sich in lockerer Folge die Gardetänze mit humoristischen Beiträgen ab. Ein weiterer Auftritt des Fanfarencorps’ und einer des Damenelferrats, der dabei sein zu Tränen gerührtes Mitglied Inge Kaiser ehrte, sowie eine Schunkelrunde mit Dirk Mehrer als Sänger bereicherten zusätzlich das Programm.

Die Garden, das Kindertanzmariechen Lea Mehrer und das Kindertanzpaar Nadine und Kevin Garrecht zeigten ihr Können in gewohnter Qualität und farbenfrohen Kostümen mit viel Charme und Schwung. Auch die kleine „Spitze“ des Begleitmusikers beim Ordensfest (wir berichteten) gegen die Seniorengarde fehlte wieder nicht. Alle Gardetänzer, ihre Trainer und Betreuer wurden nach dem Auftritt einzeln mit Namen vorgestellt und beschenkt.

Wein bis zu siebenmal elf Jahren
In der Pause wurden Weinflaschen an das Publikum verteilt. Nachdem zunächst ein Geburtstagskind beschenkt worden war, fragte Präsident Luksch nach den ältesten Gästen, wobei er stufenweise immer jüngere Altersgruppen nannte und bei 77 Jahren endete. Wer sich meldete, erhielt eine der 100 Flaschen von den ausgeschwärmten Gardemädchen, Bürgermeister Dr. Ralf Göck oder Hauptamtsleiter Lothar Ertl. Zuvor hatte man einige in der Altenarbeit tätige Damen geehrt.

Die Höhepunkte des Nachmittags waren sicher die vier lustigen Redebeiträge. Als „Närrischer Enkel“ berichtete Sascha Knapp von den Nöten junger Männer als das heutzutage „benachteiligte“ Geschlecht, von „Rocker“-Großeltern und einer missglückten „Schwanensee“-Aufführung mit ihm als „Balletteuse“. „Frau Brummer und Frau Spreisel“ alias Siggi Naber und Elsbeth Steidl zogen zur Freude des Publikums über die jeweils Andere her, wie es wohl nur Frauen können.

Roland Kohl als „Göggelguscht“ sowie Eckart Güttler und Michael Luksch als „Boxer + Michel“ brachten Witze zu allen möglichen Themen, wenn auch, besonders beim „Guscht“, das Thema Frauen deutlich dominierte. Das Finale bestritten wie bei der „großen“ Sitzung alle Garden gemeinsam. Der Schautanz war als Weltreise mit den Stationen Afrika, Mexiko, Japan und Frankreich gestaltet. Die „Wilden“, „Mexikaner“, „Geishas“ und männlichen „Can- Can-Tänzerinnen“ begeisterten noch einmal mit schwungvollen Tänzen und aufwendigen Kostümen das dankbare Publikum. Dieses war dann aber sicher auch froh, sich von den fast drei temperamentvollen Stunden wieder erholen zu können.

SZ, 24.01.08, Von unserem Mitarbeiter Reimer Schölermann


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