Im Rohrhofer Vereinshaus:
„Rohrhöfer Göggel“ begrüßen viele Delegationen anderer Vereine

Flotter Gardetanzreigen würzt bunte Ordensflut
BRÜHL. Zum Start ihrer Kampagne begrüßten die „Rohrhöfer Göggel“ wie üblich am Freitag vor Beginn der „fünften“ Jahreszeit viele ihrer Freunde im Vereinsheim des SV Rohrhof. Nach der beeindruckende Inthronisation (wir berichteten) stellte Ordensminister Roland Kohl den neuen Jahresorden vor. Damit begann das Ordensfest und die Arbeit für die frischgebackene Prinzessin Vanessa I. aus Spaß an der Freud. Zunächst wurden alle aktiven „Göggel“ auf die Bühne gebeten. Sie erhielten den Jahresorden und auch den Hausorden Ihrer Lieblichkeit sowie von Kinderprinzessin Lea I. unser Goggelkrott einen Anstecker. Nach und nach folgten die Senator(inn)en, Ex-Tollitäten und Trainer(inn)en und Trainer bis hin zu den anwesenden passiven Vereinsmitglieder sowie einer langen Liste von Verwandten und Freunden, die Vanessa I. ebenso beehren wollte. Untermalt wurde der Ordensreigen mit dem Singen des Vereinsliedes „Wir rufen ‚Ahoi’“, mit Schunkelrunden oder auch der Verteilung des Kampagnehefts „Narrenspiegel“. Das Unterhaltungsprogramm gestalteten die Garden und Tanzmariechen der „Göggel“. Zuerst legte das charmante Kindertanzmariechen Janina Wasow ihren mit Trainerin Sina Weber einstudierten, sehr flotten Tanz aufs Parkett, wozu unter anderem der „Tiger Rag“ erklang. Natürlich erhielten beide anschließend auch ihre Orden – wie in der Folge alle weiteren Mitwirkenden.
Kunterbunt erfreuten die „Show Kids“ das närrische Publikum. Die Elferräte der „Göggel“ hatten wie viele andere ihre Freude auch an den verliehenen Orden. BILDER (2): SCHWERDT
Dem Tanz der kleinen „Show Kids“ in ihren überaus bunten, phantasievollen Kostümen schloss sich der Auftritt der Kindergarde in ihren Uniformen in Rot, Schwarz und Weiß an. Beide Gruppen werden ebenfalls von S. Weber trainiert und außerdem von Heike Medina-Lopez und Natascha Kohl betreut. Sie ernteten rauschenden Beifall. Lea I. ist im „normalen“ Vereinsleben eins der zwei Kindertanzmariechen (Trainer: Marcel Luksch). So bot auch sie einen schwungvollen Tanz dar, unter anderem zum Oldie „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Stand-Bikini“. Als Belohnung erhielt sie ein wahrlich närrisches Geschenk, einen Spielzeug-Goggel, der laufen und nachweislich auch krähen konnte. Kostproben seines Könnens gab auch das „Kollerkrotten“-Fanfarencorps, unter anderem mit „Über den Wolken“ und „Rivers of Babylon“. Das Kindertanzpaar Nadine (6) und Kevin (9) Garrecht ließ sich von der Technik nicht beirren und im zweiten Anlauf erlebte das Publikum ein beeindruckendes Schauspiel der Geschwister in ihren hellblauen Kostümen, wobei Kevin sogar noch durch eine Handverletzung behindert war. Ihr Trainer ist M. Luksch. Die lange Abfolge des Ordensreigens mit den befreundeten Vereinen wurde auch durch den Tanz der Juniorengarde aufgelockert. Die sechs Mädchen in ihren rot-schwarzen Kostümen werden von Gardeministerin Meike Schwarz trainiert und von Annette Mehrer betreut. Beim Tanz der Seniorengarde erlaubte sich die „Ein-Mann-Kapelle“ eine kleine „Gemeinheit“, die allerdings wohl nur wenigen Anwesenden aufgefallen sein dürfte. Zum Einmarsch der vier Mädchen spielte der Musikus nämlich die „Fett-Polka“, deren deutscher Refrain lautet: „Sie ist zu fett für mich“. Die von Nina Hahn und Kerstin Virag trainierten jungen Damen legten aber einen flotten Tanz auf das Parkett, der über jeden Zweifel erhaben war. Angefangen mit dem CC Blau-Weiß Hockenheim, hatten bis dahin schon 17 Gastvereine in drei Runden den „Göggeln“ und deren Tollität ihre Aufwartung gemacht, mit den Gastgebern Orden und Geschenke ausgetauscht. Die Abgeordneten der KG Polizei Heidelberg und der „Blauen Sterne“ Ludwigshafen-Friesenheim fielen durch wohltuende Kürze ihrer Ansprachen auf. Zum Finale gaben sich die Delegationen des Kurpfälzer Narrenrings die Ehre. Die teilweise sehr zahlreichen Abordnungen aus den Nachbarorten der Hufeisengemeinde füllten nochmal die ganze Bühne, boten aber mit ihren bunten Uniformen auch ein besonders farbenfrohes Bild während des nun folgenden Durcheinanders beim Austausch der Orden und Geschenke. Die Prinzessinnen der „Luxe“ Altlußheim, „Astoria Störche“ Walldorf, „Narhalla“ Ketsch, „Kollerkrotten“ Brühl, des CC Grün-Weiß Oftersheim sowie zwei Herren der Schwetzinger CG und einer vom KV „Käskuche“ Reilingen hielten teils gereimte, teils nicht gereimte Ansprachen. Schließlich dürfte es kaum jemanden gegeben haben, der den Saal ohne einen Orden verließ. rsn

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